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Weekend au nord

Bonsoir à tous, ist ja schließlich schon nach Mittag, denn auf Martinique begrüßt man sich schon mit "Bonsoir" und alle Nicht-Martiniquaner sind erstmal verwirrt; sie sind es gewohnt bis abends durchweg "Bonjour" zu sagen. Es ist bisher kein Wochenende vergangenen, an dem ich einfach mal nichts gemacht habe, sogenanntes Liming - ohne jegliche Intention etwas zu machen Zeit in einer Hängematte zu verbringen und sich einfach treiben lassen. Das Wochenende nach unserem Ausflug nach St. Lucia sind wir mit "unserem Zahnipärchen" - Jessica und Maxime - in den Norden von Martinique gefahren. Falls ihr euch erinnert, haben wir die beiden am Fähranleger in l'Anse à l'Âne kennengelernt. Mit den beiden haben wir uns inzwischen schon einige Male getroffen und sie haben uns gefragt, ob wir Lust haben mit ihnen ein Wochenende im Norden zu verbringen... da haben wir natürlich prompt zugesagt! So sind wir am Samstagabend angereist um am anderen Morgen früh unseren Hike starten zu können. Unsere etwa 6-stündige Wanderung ging in Grand-Rivière los, einem Schifferdörfchen am Ende von Martinique, wo ich auch schonmal mit Fabi war. Unser Ziel Anse Couleuvre ist von dort aus nur zu Fuß erreichbar. Auf unserer Wanderung hatten wir tolle Ausblicke auf das Karibische Meer, sind verschiedensten Meerestierchen begegnet, unter anderem einem Krebs, der aber in einem Schneckenhäuschen lebt - eine Kreuzung aus Krebs und Riesenschnecke. Erschrocken haben wir uns, als Jess auf einmal losgeschrien hat, das war die Begegnung mit einer großen Spinne! Auf dem Weg haben wir noch eine weitere entdeckt, aber seht selbst...! Zum Glück hat der Wald Schatten gespendet, sonst hätte die Hitze uns noch mehr zu schaffen gemacht. Zwischendurch haben wir Picknick-Pausen und Fotostopps eingelegt. Highlight der Wanderung war auch die Erfrischung im Meer am Strand von Anse Couleuvre, herrlich! Von dort wurden wir am späten Nachmittag von einem Fischer abgeholt und wir konnten die Insel von außen bestaunen. Eine ganz schöne Bucht, die wir von oben gesichtet haben, ließ sich nun vom Wasser aus betrachten, einfach nur toll! In Grand-Rivière angekommen sind wir zurück zu unserer Unterkunft gefahren um uns kurz frisch zu machen. Danach haben wir am Strand in Carbet unseren Abend zufrieden ausklingen lassen. Am anderen Tag stand die sogenannte Rondo Buggy Tour auf dem Programm. Mit Gokarts sind wir zusammen mit einem Guide durch Ananas- und Bananenplantagen gefahren - es gibt übrigens etwa 60 verschiedene Bananensorten und ich war schon stolz ganze fünf Sorten probiert zu haben. Wusstet ihr eigentlich, dass Bananen konsequent bei 19°C gelagert werden müssen und woran man eine reife Ananas erkennt? Der Blattrütteltest ist übrigens ein Gerücht! Eine reife Ananas erkennt man nämlich an der Form seiner sechseckigen Oberfläche und grüngoldenen Farbe. Auf unserer Tour sind wir von Basse-Pointe ganz bis nach Grand-Rivière geheizt. Wir haben die Bananenfabrik besichtigt, in der Distillerie JM Rum gekostet und an einem Wasserfall Halt gemacht. Es hat total viel Spaß gemacht auch die Serpentinen entlang zu fahren, als Beifahrer würde mir dabei ja sehr schnell mal schlecht. Mittags gab's dann typisch kreolisch Dorade mit jungen Bananen und Igname. Zwischendrin haben wir tolle Aussichten genossen, da wir teilweise auch an der Küste entlang gefahren sind. Ein aufregender Pfingstmontag ging zuende und wir wollen mit dem Auto zurück nach l'Anse à l'Âne fahren, wäre da nicht der Benzinstreik plus Feiertag gewesen. Ihr wisst vielleicht, dass Franzosen besonders gern streiken und so sind auch auf Martinique ungelogen alle drei bis 4 Wochen Streiks. Unser Guide hat uns netterweise noch 5 Liter Benzin überlassen, die uns letztlich gerade so zur nächsten nicht streikenden Tankstelle gebracht haben, sodass wir abends doch noch mit inzwischen leichtem Muskelkater zuhause angekommen sind.
6.7.14 02:02


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St. Lucia

Hallo liebste Blogleser, ich blicke nochmal zurück auf die vergangenen Wochen und erzähle euch von unserem Himmelfahrtswochenende auf St. Lucia, der Honeymoon-Insel unterhalb von Martinique. Am Donnerstagmorgen wurden wir nach Le Marin gebracht, von wo eine kleine Fähre uns sicher nach St. Lucia bringen sollte. Das Meer war ruhig und unterwegs gab es "flying fishes" zu sehen. Auf St.Lucia sind wir in einem Guesthouse nahe der Hauptstadt Castries in Gros-Îlet untergekommen. Den restlichen Tag hieß es noch einiges zu organisieren, was sich zunächst als komplizierter erwies als gedacht; aber das waren wir ja von Martinique schon gewöhnt und so haben wir letztlich doch noch eine Tour für den morgigen Tag gefunden. Abends sind wir zum Reduit Beach am Rodney Bay gefahren, unser Taxifahrer hat uns sogar noch eine Führung durch den Supermarkt gegeben, wo wir - meines Erachtens - den besten Bananenlikör (Marigot Bay Banana Liquor) gefunden haben! Am nächsten Tag wurden wir von Alina und Aron abgeholt, unseren Tourguides für den heutigen Tag. Zusammen mit einem frisch verheirateten Pärchen und einem älteren Ehepaar sind wir durch Castries gefahren, wo es einen riesigen Wochenmarkt zu bekunden gab. Mit dem offenen Pick-up ging es weiter Richtung Süden; auf dem Weg haben wir noch verschiedene Früchte bei einem Obstbauern gekostet: Kokos, Guave, Sternfrucht, Mango, Papaya, Zuckerrohr und Ananas. Auf unserem Weg in den Süden haben wir eine schöne Bucht namens Anse Le Ray und das Schifferdörfchen Canaries passiert. Ziel unseres Tagesausflugs war der Drive-in-Vulcano, so sind wir mit dem Pick-up in das Vulkantal gefahren und haben uns - das war nun ziemlich touristisch aber super lustig - mit schwarzem Schlamm eingeschmiert und danach ein heißes Schlammbad genommen. Kaum zu glauben, aber die Haut hat sich danach tatsächlich weicher angefühlt. Von dort aus ging es weiter zum Diamond Waterfall, wo alle Honeymoon-Pärchen und Edith und ich durch eine Fotosession unter dem Wasserfall durchgelotst wurden, halleluja! Ein weiteres Highlight dieser Tour war der Ausblick auf die Piton-Berge, das Wahrzeichen von St. Lucia, wo wir leckeres Essen von einem Buffet probieren konnten. Nach der Tour haben wir uns noch etwas ausgeruht, bevor es Freitagabend auf die bekannte Friday Night Streetparty gehen sollte. Liston, der an der Rezeption des Guesthouses arbeitet, hat sich - so listig wie er ist - was ganz besonderes überlegt. Im Guesthouse war noch ein weiterer Gast, der Oliver aus der Schweiz, dem er erzählt hat, dass wir Mädels gern mit ihm auf die Party gehen würden; gleichzeitig hat Liston uns erzählt, dass unser Tourguide uns auf die Streetparty begleiten würde. Etwas verdutzt haben wir uns schon angeschaut, als wir uns kennengelernt haben und umso mehr gelacht, also wir drei herausgefunden haben, was Liston da ausgeheckt hat! Naja, letztlich war es ganz gut so, denn so wurden wir an diesem Abend nur halb so viel in Gespräche verwickelt. Bei der Friday Night Streetparty wurde auf der Straße zu lauter karibischer Musik getanzt - Einheimische und Touristen bunt gemischt. Außerdem gab es ganz viele Snackstände, da haben wir uns erstmal günstig und lecker durchgefuttert. Also wenn ihr mal die Möglichkeit habt, nach St. Lucia zu kommen, dann nehmt dieses Event unbedingt mit, es herrscht eine unglaubliche Stimmung! Am nächsten Tag sind wir nochmal mit unseren Tourguides unterwegs gewesen, diesmal aber eine private und weniger touristische Tour. So ging es zunächst Richtung Nordosten der Insel und an der Atlantikküste entlang, wo wir sagenhafte Ausblicke genießen konnten. Beim Mittagessen - es gab wie gewöhnlich Fisch in allen Variationen - hatten wir ebenfalls einen tollen Ausblick auf die wildere Seeseite der Insel. Danach ging es weiter durch das Landesinnere und wir sind an Palmenwäldern und Bananenplantagen vorbeigefahren. Ganz besonders fand ich auch die Häuser, die am Hang gelegen sind und neben dem karibischen auch amerikanischen Stil haben. Generell gesprochen ist St. Lucia eine sehr westliche und schöne Insel mit karibischem Einfluss, kein Wunder, dass so viele Amerikaner hier ihre Flitterwochen verbringen. Im Landesinneren haben wir viel Dschungel passiert, bevor es dann zu einem Wasserfall im Südosten der Insel ging. Bis auf ein Tourist war ein Fernsehteam von Smile Petrol da, eine regionale Dokumentarsendung. Vermutlich sind wir jetzt Teil des Drehs, aber da werden wir wohl nicht mehr hinterkommen. Ganz witzig war auch, dass mitten im Fernsehteam ein europäischer Tourist saß, den ich im ersten Moment für einen Regisseur gehalten habe, den wir letztlich aber schon in unserem Guesthouse auf Dominica und bei unserer Wanderung zum Boiling Lake flüchtig kennengelernt haben. Matthiew aus Paris ist selbst Filmproduzent in den Anfängen, bereist gerade für ein paar Projekte die Karibik für ein Jahr und spricht erstaunlicherweise sehr gut und fast akzentfrei Englisch. Mit ihm sind wir dann am anderen Tag noch wandern gewesen. Beim Wasserfall haben wir uns noch abgekühlt und uns dann wieder Richtung Ausgangspunkt bewegt. Im Auto wurde im karibischen Sinne Musik gespielt, diesmal von Bob Marley, und dazu im Takt mit dem Kopf mitgewippt. Ein unvergesslicher Moment und ein absolutes Clichée! Den Nachmittag und Abend haben wir dann noch gemütlich am Strand ausklingen lassen. Am anderen Morgen hat uns Matthieu abgeholt und wir sind zum Pigeon Island Nationalpark gefahren. Als Proviant gab es frische Mangos und Kokosnuss. Der Park war schnell umrundet, sodass wir auf die Idee gekommen sind, etwas off-road wandern zu gehen und an einem Seil den schrägen Hang hinunterzuklettern. Unten angekommen war eine tolle Steinbucht mit türkisfarbenem Wasser. Dort haben wir eine Weile verbracht, bevor es wieder den Hang hochging. Edith und ich waren heilfroh, als wir mit nur wenigen Schürfwunden wieder oben angekommen waren. Danach haben wir die Fähre zurück nach Martinique genommen und beim Warten noch zwei Franzosen kennengelernt - Adelhaïde und Vincent -, mit denen wir im Verlauf noch einiges unternommen haben und in dessen WG Edith ziehen wird, wenn ich nach Deutschland zurückfahre. Ein wieder sehr erlebnisreiches Wochenende ist vorübergegangen und es werden noch tolle Ausflüge folgen.
5.7.14 17:36


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